feature length movie

DREAM ON / TRANSITTRÄUME

Written & directed by Hartmut Jahn, Peter Wensierski
16mm / HD  colour   97 Min.  1985

DREAM ON / 
TRANSITTRÄUME

THE TEAM

Cast:
Marita Marschall, Pascal Lavy, Gerald Uhlig, Kurt Raab, Edith Neitzel, Peter Heusch, Edeltraut Elsner, Clement de Wroblesky, Frank Rediess, Michael Winter, Gerd Conradt, Pilar Jabotey, George Stamkowski, Hans-Günther Kessler, Gerhard Thiele, Gerhard Kohn, Melanie und Constanze Lange, Ulrike Wehner, Caroline Ruprecht u.v.a. 

Written & directed by Hartmut Jahn,
Peter Wensierski

Director of Photography:
Carlos Bustamante, Alexander Honisch
Chief Lighting Technician: Axel Berger, Wolfgang Kluge
Set Design & Props: Hanno Baethe, Reinhard Twardy, Sebastian Hopf, Juliane Kamolz
Costume & Make-up:
Heide Taeger,
Nina Trautmann,
Barbara Telg-Tebbe
Continuity: Carola Rabe
Prod. Intern: Jürgen Peters
Set Photographer:
Jean Luc Tinfiche
Editing: Verena Neumann, Birgit Hellnhammer
Video-Operator: Axel Martin Sound: Michael Überall, Andreas Stephan
Music: BernhardVoss
Re-Rec. Mix: Gerd Jensen
Driver: Thomas Liesche
Catering: Franziska Ruthe
Graphic Design:
Silke Ratzeburg 

TV-Editor:
Sibylle Hubatschek
Producer:
Paul Müller, Uli Adomat, Stephan Diepenbrock

Produced by:
A panta filmproduktion jahn/wensierski in Coproduction with ZDF 1985

EN

In an entertaining though slightly uneven comedy drama that includes documentary clips, two young, look-alike women decide to change identities. That story has been done before, but in this case Anna is from East Germany and Marie is from West Germany. Humor takes over when the friends of the two women do not catch on to their switch. Marie discovers that Anna's apartment has Neanderthal plumbing. She also balances her hours at Anna's job in a garment factory by taking Anna's exam in a theater class. Marie (cum Anna) is acting in a Goethe play and basically wows her professional judges. No one knows that Anna is Marie, and Marie has a theater background. Meanwhile the real Anna gets to practice her tuba openly and freely in Marie's apartment, and she appreciates life with good plumbing. Interviews with two young twins and some documentary footage round out the story.
Eleanor Mannikka, All Movie Guide
Sunday, March 17, 2013
NEW YORK TIMES    

The Best AVANT-GARDE (And Yet! So Real!) movie that goes at its deepest into East/West Berliner's minds/structures and vocabulary before the fall of the wall in 1989, made four years earlier. SHOULD BE SEEN WORLD WIDE! 

DE

Die Geschichte einer Freundschaft:
Anne (Berlin-Ost)und Marie (Berlin-West). Dank ihrer äußeren Ähnlichkeit sind Grenze und Mauer kein Hindernis für sie. Beide gehen auf eine Zeitreise, wechseln ihre Kleidung, ihre Männer, ihre Arbeit, ihre Staatsoberhäupter und ein wenig ihre Sprache. 

"Hast du die beiden Uniformierten gesehen? Weißt du, dass der eine aus dem Osten ist und der andere von drüben... also von hier?" Sie wendet den Hamburger in der Hand. "Mir ist immer unwohl wenn ich einen sehe... egal von welcher Seite." 

Anne und Marie, Kinder von Ludwig Erhard und Walter Ulbricht, aufgewachsen mit Lindes-Kaffee und Cottbuser Keks, manchmal in der Behelfsverpackung. Zwischen den Waren-bergen der Nachkriegszeit war die Orientierung oft nicht leicht. 

Anne aus Berlin-Ost träumt von neuen Möglichkeiten ihrer Liebe zur Musik und ihrer Tuba im Westen. Sie stößt auf die Musikszene sowie Maries Freund Pascal, der sein Leben als Sänger in Nachtclubs fristet... 

"Aufrechter Gang ist angesagt," der Manager legt die Hand auf ihre Schulter, "Risk profit und aufrechter Gang." 

Marie aus Berlin-West war schon lange an ihre Grenzen gestoßen und ergreift nach dem Seitenwechsel die Chance, als Schauspielerin auf der Betriebsbühne des VEB Damob (Damenoberbekleidung) "Frieda Hock auf" den "Urfaust" zu inszenieren. 

Nach einiger Zeit flieht Anne vor den widrigen Zuständen zurück gen Osten. Doch Marie hat sich eingerichtet: auf der Bühne, in Annes Wohnung und mit dem Kulissenmaler Mars, der auf seinem Flachdach nicht nur malt. Zusammen können sie an diesem Ort nicht bleiben, doch das Ende wird sie alle über-raschen. "Hier", sagt Anne zu Marie und zieht aus ihrer Tasche zwei ganz kleine Staatsoberhäupter, "einer für dich und einer für mich." 

Ein Film aus der Zeit, als es die Transitstrecke noch gab, der endet in einer Zeit, in der die Berliner Mauer schon aus Sekundärrohstoffen besteht und neue deutsch-deutsche Spezialtruppen patroullieren.  

Ein Spielfilm über das Groteske der deutsch-deutschen Gegenwart... Die Träumerei zählt zu den großen Vertretern ihrer Spezies - bisweilen verwirrend, doch niemals verworren, witzig, aber nicht platt. Die sanft, beinahe zärtlich über-zeichnete Geschichte von den beiden Doppelgängerinnen in Berlin-Ost und Berlin-West, die für einige Zeit die Rollen tauschen, strotzte nur so von Symbolik, vor Doppeldeutigkeiten und ironischen Anspielungen. In dieser Szenerie bewegte sich Marita Marschall wie Alice in den Wunderländern. Sie meisterte ihre schwierige Doppelrolle mit bemerkenswerter Ausstrahlung und sinnlicher Schlichtheit - bis ganz am Ende des Traums die Mauer abgerissen wird.
G.M.Balsen, Rheinpfalz 

"Berlin, offene Stadt!
Kino kann auch prophetisch sein. 'Transit-Träume' sahen schon vor fünf Jahren den Fall der Mauer voraus. Die Wende in der DDR bringt den Film endlich ins Kino. Eigentlich wäre die Geschichte Schnee von gestern, wenn der Film geendet hätte beim flotten Dreier von Anne und Marie und dem Maler im Bett. Doch der Film ging weiter. Plötzlich brannte da die Mauer, und DDR-Grenzorgane erklärten verdutzten Journalisten, dass es nun Übergänge gäbe zwischen Ost und West, freier Reiseverkehr für alle und in jede Richtung. Berlin, offene Stadt! "Man hielt uns für völlig naiv damals", kommentiert Peter Wensierski die Reaktion von Produzenten und Kritikern des Films vor fünf Jahren. Heute erscheint das Märchen der visionären Filmemacher hellsichtig und aktuell, daher kommt es nun auch verspätet doch rechtzeitig in die Kinos. Denn inzwischen ist, Gorbi sei Dank, die Utopie der beiden Transit-Träumer Wirklichkeit geworden.
Ralph Umard   tip-magazin  2/90

If you would like to watch DREAM ON  please contact the studio. Thanks.

AWARDS AND RECOGNITIONS:

Max Ophüls Award, Germany 1986 – SpecialPrize

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